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Grab 1, Rechte Reihe 1, Grabstein 1

Henny Emanuel

1887 - 1937
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Henny Emanuel, Ehefrau des letzten Kantors und Lehrer der jüdischen Gemeinde. Henny Emanuel verstarb 1937 und war das letzte Mitglied der Jüdischen Gemeinde, das einen Gabstein erhielt.

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Lebenslauf 

Henny Emanuel wurde am 4. Januar 1887 in Burgsteinfurt geboren. Sie war die Tochter des Kaufmanns und Erfinders Herz Heymann. Um das Jahr 1893 wurde sie eingeschult und gehörte damit zu den ersten Kindern, die den neu eingesetzten Lehrer und Kantor der jüdischen Gemeinde, Hermann Emanuel, im Unterricht erlebten. Da die Familie zu jener Zeit in unmittelbarer Nähe der Schule an der Steinstraße wohnte und ihr Hinterhof sogar an das Gelände der jüdischen Schule in der Kautenstege grenzte, liegt die Vermutung nahe, dass sich die Familien Heymann und Emanuel auch über den schulischen Rahmen hinaus näher kennenlernten. Offenbar fasste Henny später Zuneigung zu dem jungen Lehrer, der allerdings 18 Jahre älter war als sie. Nach ihrer Schulzeit kamen sich beide näher, und am 7. August 1906 heirateten sie standesamtlich. Bereits kurz darauf wurde Henny schwanger. Das junge Eheglück wurde jedoch früh überschattet, als sie 1907 einen tot geborenen Sohn zur Welt brachte.

Mit weiterem Nachwuchs ließ sich das Paar zunächst Zeit. Erst im Juni 1910 wurde Henny erneut schwanger. Am 23. März 1911 brachte sie eine Tochter zur Welt, die den Namen Ruth erhielt. Doch auch diesmal blieb das Familienglück nicht ungetrübt. Schon bald wurde es von schweren Verlusten überschattet: Am 29. April 1912 starb Hennys jüngere Schwester im Alter von nur 19 Jahren, und nur kurze Zeit später verstarb auch ihr Vater Herz Heymann mit nur 59 Jahren. Damit hatte Henny bereits im Alter von 25 Jahren innerhalb von nur fünf Jahren drei schwere persönliche Verluste erlitten.
Trotz dieser Schicksalsschläge verlor Henny offenbar nicht ihren Lebensmut. Sie unterstützte ihren Mann in seiner Tätigkeit als Lehrer und Kantor, kümmerte sich um den Haushalt, um ihre Tochter Ruth und engagierte sich darüber hinaus im Israelitischen Frauenverein. Im Herbst 1912 wurde sie ein drittes und letztes Mal schwanger. Am 17. Juni 1913 brachte sie erneut eine Tochter zur Welt, die den Namen Renata erhielt.

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Auch die folgenden Jahre stellten Henny vor große Herausforderungen. Nur knapp ein Jahr nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter begann im August 1914 der Erste Weltkrieg. Zwar blieb ihr Mann von einer Einberufung verschont, doch die Auswirkungen der Kriegswirtschaft waren auch für ihre Familie deutlich spürbar. Trotz ihrer ohnehin zahlreichen Verpflichtungen und der Betreuung zweier kleiner Kinder engagierte sich Henny zusätzlich als Schwester für das Rote Kreuz und leistete Dienst im Lazarett. Für diesen Einsatz wurde sie sogar mit einer Medaille ausgezeichnet. Darüber hinaus war sie gemeinsam mit anderen Frauen im Schloss bei Näharbeiten eingesetzt.
Doch erneut traf sie ein schwerer Verlust: Nach dem Tod ihrer Schwester und ihres Vaters verstarb am 9. Juli 1915 auch ihre Mutter im Alter von nur 55 Jahren. Dennoch scheint Henny auch diesen Schlag mit bemerkenswerter Stärke getragen zu haben. Offenbar verlor sie weder ihren Optimismus noch ihre Fürsorglichkeit gegenüber ihrer Familie und der Gemeinde.
Die Jahre nach dem Krieg brachten keine wirkliche Erleichterung. Wie viele andere Familien litt auch die Familie Emanuel unter den wirtschaftlichen Krisen, insbesondere unter der Inflation, die ihre Ersparnisse weitgehend aufzehrte. Henny fand kaum je wirkliche Ruhe. Eine weitere einschneidende Veränderung trat 1932 ein, als die jüdische Schule, die inzwischen nur noch sechs Schüler zählte, im Zuge der Brüningschen Notverordnungen zur Privatschule erklärt wurde und ihr Mann in den Ruhestand treten musste. Zwar erhielt die Gemeinde zunächst noch einen staatlichen Zuschuss von etwa 300 Reichsmark, doch den verbleibenden Betrag von rund 1.300 Reichsmark musste die kleine Gemeinde nun selbst aufbringen. Ohne die Unterstützung der Familie Marcus, die diesen Fehlbetrag übernahm, hätte die Schule wohl kaum weiterbestehen können, und auch Hennys Mann hätte praktisch kein gesichertes Einkommen mehr gehabt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde selbst dieser Zuschuss gestrichen. Nun übernahm die Familie Marcus die gesamten 1.600 Reichsmark – eine Summe, die etwa dem Jahreslohn eines gewöhnlichen Arbeiters entsprach.
Für Henny muss diese Zeit besonders schmerzhaft gewesen sein. Sie musste erleben, wie sie und ihre Familie zunehmend zu Menschen zweiter Klasse gemacht, angefeindet und ausgegrenzt wurden. Sie sah mit an, wie Hitlerjungen jüdischen Schülerinnen und Schülern auflauerten und sie bedrohten. Und so sehr sie vermutlich erleichtert gewesen sein dürfte, dass ihre Kinder sich in Sicherheit bringen konnten, so sehr wird sie deren Abwesenheit auch empfunden haben. Ihre ältere Tochter Ruth verließ Deutschland bereits im Juni 1933 und floh über Frankreich nach Palästina. Henny sollte sie nie wiedersehen. Die jüngere Tochter Renata absolvierte eine Ausbildung bei einem Botaniker in Brandenburg; es ist anzunehmen, dass sie ihre Familie zumindest gelegentlich noch besuchen konnte.

Auch wenn in der Familie Heymann offenbar eine gewisse Anfälligkeit für schwere Erkrankungen bestanden haben mag, liegt die Vermutung nahe, dass auch die anhaltenden Sorgen, Belastungen und Entbehrungen der vergangenen Jahrzehnte zu Hennys Gesundheitszustand beitrugen. Sie erkrankte an Magenkrebs und starb am 11. August 1937 im katholischen Krankenhaus, nur vier Tage nach ihrem 31. Hochzeitstag, im Alter von lediglich 50 Jahren. Da ihre Bestattung vermutlich nicht bereits am 12. August 1937 erfolgte, ist anzunehmen, dass sie aufgrund des Sabbats wohl erst am Sonntag, dem 15. August 1937, beigesetzt wurde. Der ein Jahr später errichtete Grabstein war zugleich der letzte Grabstein, der noch während des Bestehens der jüdischen Gemeinde aufgestellt wurde. 

Ihre beiden Töchter konnten rechtzeitig emigrieren. Ruth verstarb dennoch früh, 1948 an Krebs in Israel. Ihre Schwester dagegen war die einzige der Familie, die alt wurde. Erst mit 87 Jahren verstarb sie im Jahr 2000 in ihrem geliebten Kibbuz.

Hermann Emanuel, der letzte Lehrer und Kantor der Gemeinde, der Begründer der Kaufmännsichen Berufsschule, wurde am 27. Juli 1942 über Münster in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort bereits vier Monate später an den Folgen der unhygienischen Zustände. Ihm zu Ehren wurden die Wirtschaftschule auf der Bahnhofstraße in Hermann-Emanuel-Berufskolleg umbenannt.  Für Henny, ihren Mann und ihren beiden Töchtern wurden zudem 2007 und 2009 Stolpersteine vorihrem Wohnhaus in der Kautenstege verlegt. 

Wohnorte

Steinstraße 8

1887-1893
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Steinstraße 11

1893-1906
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Kautenstege 10

1906-1937
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Verwandte auf dem Friedhof 

Herz Heymann

Vater
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Johanna Heymann

Mutter
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Emma Heymann

Schweser
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Totgeborenes Kind

Sohn
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Grabstein 

Der Grabstein

Maße und Steinart

Sockel:
Kunststein 
Maße: 16 cm x 135 cm x 18 cm

Grabstein:
Diabas (auch Dolerit, dunkles basaltähnliches Tiefengestein)
Maße: 85,5 cm x 14,5 cm x 15 cm

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Inschriften

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Vorne

Hebräische Inschrift, schwer zu entziffern.

Hinten

oben links:

Zwi Hermann Emanuel
geb. d. 11.5.1869
gest. in Theresienstadt
Datum unbekannt
Ruhe in Frieden

oben rechts:

Henny Emanuel
geb. Heymann
geb. d. 4.1.1887
gest. d. 11.8.1937
Ruhe in Frieden

Schäden am Grabstein

Biogene Bewüchse, Kleinere Abplatzungen und Fehlstellen an der rechten hinteren Kante

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Restaurierung 2026

Eine Restaurierung findet aufgrund der guten Erhaltung des Grabsteins nicht statt.

Bilder

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Grab x, Rechte Reihe x, Grabstein x

Henriette und Aron Michel

186x - 1932 und 1870 - 1938

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Grab x, Rechte Reihe x, Grabstein x

Meier Davids und Emma Westfeld

186x - 1929 und 184x - 1932

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Grab x, Rechte Reihe x, Grabstein x

Sara Isaac

18xx - 1928

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Jonas Isaac

1837 - 1927

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Grab x, Rechte Reihe x, Grabstein x

Adele Meier

1859 - 1923

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